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Hauptschulen platzen
aus allen Nähten
Klassenfahrten:
Landeskirche beharrt auf Teilnahme VON JOERN SPREEN-LEPEBUR Espelkamp.
Espelkamps Hauptschulen platzen aus allen Nähten. An
der Ernst-Wiechert-Schule und an der Waldschule fehlen Klassenräume, denn für das kommende Schuljahr sind die Anmeldezahlen gestiegen. Ein
Grund dafür ist die Diskussion um die Klassenfahrten an den kirchlichen
Schulen. Die
Evangelische Kirche von Westfalen als Trägerin des Söderblom-Gymnasiums und
der Birger-Forell-Realschule in Espekamp bleibt bei ihrer Meinung, dass die
Teilnahme an Klassenfahrten nicht aus religiösen Gründen verweigert werden
darf. Weil sie aus eben diesen religiösen Gründen nicht an Fahrten teilnehmen
durften, hatte die Landeskirche im Januar dieses Jahres den Schulvertrag mit 29
Schülerinnen und Schülern gekündigt. Christiane
Kreft verwies gestern gegenüber der NW noch einmal auf die Schulverträge, die
Eltern bei der Anmeldung ihrer Kinder im Gymnasium und in der Realschule
unterzeichnen müssten. Darin werde die besondere Grundhaltung und die Ausrichtung
der kirchlichen Schulen deutlich. Nach wie vor müssen Inhalt und Ausrichtung
unserer Schule akzeptiert werden. Ob
die Kuh vom Eis sei, hänge vom Verhalten der mennonitischen Eltern ab. Für das
kommende Schuljahr hätten einige Eltern die Schulverträge nicht unterzeichnet. Das
schlägt sich in den Schülerzahlen natürlich nieder. Das nächste fünfte
Schuljahr werde vierzügig und nicht mehr fünfzügig geführt, sagte
Schulleiterin Christiane Kreft. Die Debatte um die Klassenfahrten habe sicher
zum Rückgang der Anmeldezahlen geführt. Ob die Debatte allein dafür
verantwortlich sei, könne man aber nicht sagen. Die
Hauptschulen verzeichnen wegen der Klassenfahrts-Debatte an der Realschule
einen deutlichen Anstieg der Schülerzahlen. An der Ernst-Wiechert-Schule gebe
es für das nächste fünfte Schuljahr 78 Anmeldungen, an der Waldschule sogar
101, sagte Willi Vogt, Leiter des Espelkamper Schulamtes, auf NW-Anfrage. Zudem
müsse man auch mögliche Rückläufer von den anderen weiter führenden Schulen
unterbringen. Wie
auch die nächste Stufe sieben und neun werde auch das fünfte Schuljahr fünfzügig
geführt. Daher fehlten drei Klassenräume. Die Waldschule werde deshalb Räume
der benachbarten Martinsschule nutzen. Die
kommenden fünften, siebten und zehnten Schuljahre an der Ernst-Wiechert-Schule
müssten vierzügig geführt werden, so Vogt. Die Stadtverwaltung sucht nun Räume,
in die die Ernst-Wiechert-Schule ausweichen kann. Eine Möglichkeit ist der leer
stehende Teil des Übergangswohnheims an der Königsberger Straße. Hier lassen
sich nach Einschätzung Vogts einige Räume mit wenig Aufwand herrichten. |
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