|
|
|
|
34
mennonitische
Schüler zur Realschule
Eltern
akzeptieren Bedingungen des Schulvertrages
Espelkamp/Bielefeld
(NW). Die Birger-Forell-Realschule
in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen wird im neuen
Schuljahr insgesamt 34 Kinder mennonitischer Eltern aufnehmen. Das teilte die
Schulabteilung im Landeskirchenamt gestern mit. In
der Vergangenheit war es zwischen Teilen der Mennoniten, die als
russlanddeutsche Spätaussiedler nach Espelkamp zugezogen waren, und dem Schulträger
zu erheblichen Konflikten gekommen, die in der Kündigung von 29 Schulverträgen
gipfelten. Dabei ging es darum, dass Eltern ihre Kinder von Erziehungsinhalten
und Unterrichtsangeboten abschotten wollten, die sie ablehnten, etwa dem
Sexualkundeunterricht, aber auch bestimmten Bereichen der Musik oder von Theater
und Literatur. Die
Konflikte waren seinerzeit eskaliert, weil eine Reihe von mennonitischen Eltern
sich weigerte, ihre Kinder an verbindlich beschlossenen Klassenfahrten
teilnehmen zu lassen. Das wurde als gravierender Verstoß gegen den Schulvertrag
betrachtet, den alle Eltern mit der Schule abschließen müssen. Mit
der Aufnahme von 21 Kindern mennonitischer Eltern in die 5. Klasse und 13
Kindern in die 7. Klasse scheinen die Konflikte bereinigt, heißt es in einer
Erklärung der Landeskirche. Nicht alle Aufnahmewünsche aus dieser Bevölkerungsgruppe
hätten berücksichtigt werden können. Die Aufstockung des Kollegiums, die dafür
nötig gewesen wäre, habe in der Kürze der Zeit nur zum Teil erfolgen können.
Den zahlreichen kurzfristigen Aufnahmegesuchen war eine Sitzung des neu
gebildeten Kuratoriums für das Evangelische Schulzentrum Espelkamp voran
gegangen. Das Beratungsgremium aus Vertretern der Stadt und der Kirche hatte am
17. Juni unter anderem betont, es sei unabdingbar, dass Eltern die staatlichen
Vorgaben für Schule und Unterricht - einschließlich der Lehrpläne und
Unterrichtsinhalte - als verbindlich akzeptieren. Mehrtägige
Klassenfahrten mit Übernachtungen sollten so durchgeführt werden, dass möglichst
alle Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen können. Eine
Befreiung von der Teilnahmepflicht könne auf begründeten Antrag erteilt
werden, wenn sich die Teilnahme für einzelne Schülerinnen und Schüler als
unzumutbar herausstellt. Religiöse Gründe für einen Befreiungsantrag könnten
an einer kirchlichen Schule grundsätzlich nicht akzeptiert werden. Intensive
Einzelgespräche mit allen Eltern geführt Mit
allen Eltern und Erziehungsberechtigten aus der mennonitischen Bevölkerungsgruppe,
die nach Bekanntwerden der Empfehlungen des Kuratoriums ihre Kinder an der
Birger-Forell-Realschule anmelden wollten, seien intensive Einzelgespräche geführt
worden, in denen ihnen die Bedeutung der Inhalte des Schulvertrages erläutert
worden seien. Alle hätten die Inhalte akzeptiert und den Vertrag
unterschrieben. Die
Birger-Forell-Realschule hat derzeit knapp 800 Schüler, etwa ein Drittel stammt
aus Spätaussiedlerfamilien. Erst vor zwei Tagen, am 15. Juli, konnte die Schule
eine Reihe von Neubauten feierlich einweihen. Neue Westfälische vom 18.07.2002
|
NEU: Basketball-Kreismeisterschaften 2007 Studienfahrten: Segeltörn
auf dem Jisselmeer. mehr...
Archiv:
Abschluss 2007" Theaterfrühling 2007 an der Birger-Forell-Realschule Neues Musical an der BFR: Abschluss der Jahrgangsstufe 10 2006 (Foto und Namen)
Theater an der
BFR: Theater an der BFR: Tag der Offenen Tür Aktuell: Projekttage an der BFR Lese- und Rechtschreibschwäche Schülerinnen und Schüler unterstützen Flutopfer in Sri Lanka |
|
Alle Rechte liegen bei der Birger-Forell-Realschule. Webmaster-Kontakt Letzte Aktualisierung 09.01.2008; v.i.S.d.P: Ulli Schlick |