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Klasse
5a der Birger-Forell-Realschule besucht Bewohner im Schloss Benkhausen Hemmschwellen werden abgebaut Von
Margot 0 s t e r o d t (Text und Fotos) B
e n k h a u s e n (WB). Unbehindert
miteinander leben - das wollen die 199 Bewohner im Schloss Benkhausen, der
Zweigstelle des Wittekindshofes. Leben die Menschen hier unbehindert miteinander?,
fragte Thomas Dullweber die Mädchen und Jungen der Klasse 5a der Birger-Forell-Realschule,
die sich einen ganzen Schultag lang in Benkhausen umsehen konnten. Und
diese waren überzeugt, dass es hier zwar auch Streit und Stress gibt, wie zu
Hause, doch an diesem Tag kam ihnen das alles viel harmonischer vor. Gleich
am Morgen hatte Thomas Dullweber die Klassenlehrerin der 5a, Sabine Matthäus,
und ihre Schülerinnen und Schüler im großen Saal des Schlosses begrüßt
und ihnen allerlei Wissenswertes über die unterschiedlichen Wohnbereiche, die
Therapie oder die Werkstatt erzählt. Danach
durften sich die Fünftklässler in einzelnen Gruppen selbst ein Bild machen
vom Leben hier. Für die meisten Mädchen und Jungen war es der erste Besuch in
Benkhausen. Alle waren freundlich zu uns, stellten die Schüler fest.
Sarah hatte sich neben Klaus gesetzt und sie zeigte sich ganz erstaunt. Der
hat mich immer angelächelt, erzählte sie. Beim Basketball habe Herbert den
Ball eben nur mit einer Hand werfen können und doch den Korb getroffen. Und
seinen elektrischen Rollstuhl, den durften die Kinder auch ausprobieren. Das
»TSA« tagesstrukturierende Angebote sind, haben sie gelernt. Und dabei
erfahren, wie die Menschen entsprechend ihren Behinderungen einer Beschäftigung
nachgehen. Es war immer etwas zu
tun und es machte viel Spaß, zogen die Kinder am frühen Nachmittag ein
Resümee. Einer konnte nicht richtig sprechen, aber wir haben uns trotzdem
verstanden. Bei Dieter haben sich alle in sein Adressbuch eingetragen und er
lud spontan die Kinder ein, sie könnten jederzeit wieder kommen. So müsste
Schule viel öfter sein, waren alle überzeugt. Und
die Klassenlehrerin Sabine Matthäus dankte ihrer Klasse. Sie hätten sich toll
verhalten an diesem Tag in Benkhausen. Schließlich war es ein Versuch der
Birger-Forell-Realschule, die mit älteren Schülerinnen und Schülern
hier schon seit einiger Zeit Praktika organisiert, auch die Jüngeren mit der
Einrichtung vertraut zu machen. Je eher man solche Hemmschwellen abbaut,
umso besser, sind sich alle nach diesem Vormittag einig. Einladung zum Sommerfest Einen
Verbesserungsvorschlag gab es auf Nachfrage von Seiten der Schüler: Man sollte
immer auf das große Trampolin dürfen. Dieses wollte Thomas Dullweber bei künftigen
Besuchen berücksichtigen, versprach er. Und Wolfgang Mühlmeier hatte von den Männern
und Frauen in der Werkstatt gehört, dass die Kinder ruhig wiederkommen und
mit helfen könnten. Das hätte Spaß gemacht und dann müssten sie nicht so
viel arbeiten. Abschließend
lud Thomas Dullweber die Mädchen und Jungen und auch ihre Eltern und
Geschwister zum großen Sommerfest nach Benkhausen ein, das am 25. juni, von 14
uhr an rund um das Schloss gefeiert wird. Einen
Schultag lang waren die Jungen und Mädchen der Birger-Forell-Realschule in der
Zweigstelle des Wittekindshofes unterwegs. Mittags wurde gemeinsam im Saal des
Schlosses gegessen und auf der Schlosstreppe verabschiedeten sie sich mit dem
Versprechen, dass sie wiederkommen. Espelkamper
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