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Schülerinnen tauschen Erfahrungen über Sozial-Praktikum aus Mit offenen Armen empfangen
Benkhausen (mo). Ende Juni läuft das Praktikum für fünf
Schülerinnen der Birger-Forell-Realschule in der Zweigstelle Benkhausen des
Wittekindshofes aus. 20 Schülerinnen der Klassen neun und zehn der Birger-Forell-Realschule
besuchen hier zurzeit den »Sowi-Kursus«. Gemeinsam mit Kursleiter Ulrich
Schlick hatten sie sich vor Beginn des Praktikums Ende Februar auf den Weg nach
Benkhausen gemacht, um sich hier die Einrichtung anzusehen. Gleiches
galt auch für den Ludwig-Steil-Hof in Espelkamp. »Es waren wohl auch Mobilitätsgründe,
dass sich 15 Schülerinnen für den Ludwig-Steil-Hof entschieden«, sagt Ulrich
Schlick. In wenigen Wochen ist das Schuljahr zu Ende. Jetzt trafen sich die Schülerinnen
und Kursleiter Ulrich Schlick in Benkhausen mit dem Leiter der Diakonischen
Einrichtung Schloss Benkhausen, Peter Dürr sowie Mitarbeiter Diakon Thomas
Dullweber und Praxisanleiterin Meike Wassmann, um erste Erfahrungen über
dieses Pilotprojekt auszutauschen. Die
Mädchen arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen im Schloss Benkhausen,
Angelika Fast (Maidenheim), Stefanie Wenzel (Amalie-Sieveking-Haus), Jennifer
Dyck (Theodor-Fiedler-Haus) und Doreen Schünke (Gruppe 1). Für Janine
Brinkmeier (Klasse 10), die im Johann-Hinrich-Wichern-Haus ihr Praktikum
absolviert, hat die Arbeit mit den Menschen mit Behinderungen so viel gebracht,
dass sie hier auch ein freiwilliges soziales Jahr ableisten möchte. »Wir
wollten die guten Beziehungen zur Birger-Forell-Realschule auch auf andere Füße
stellen«, so Thomas Dullweber, Anstelle theoretischer Einheiten in der Schule
lernen die Schülerinnen in der Praxis.
»Die Gruppenleiter hier tragen das mit«, freut sich Diakon Dullweber. Auch
die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen habe dem
Praktikumsmodell zugestimmt, betonte Ulrich Schlick für die Schule. »Diakonisches und soziales Lernen kann hier im praktischen Alltag vermittelt werden«, sieht es der Kursleiter als große Bereicherung des schulischen Lernstoffes. Keine der Schülerinnen hatte vorher Kontakte zum Schloss Benkhausen, alle sind hier mit offenen Armen aufgenommen worden. Viele Bewohner seien ihnen ans Herz gewachsen, sagen die Mädchen. Wichtig war für sie auch, dass sie vieles selbständig tun konnten. Alle können sich vorstellen, einmal im sozialen Bereich zu arbeiten. »Wir sind für solche Projekte angewiesen auf Kooperationspartner«, sieht es der Leiter der Einrichtung, Peter Dürr. Allerdings könnten sich solche Angebote auch nur auf einzelne Schulen im nahen Umfeld beschränken. Offene Ohren und Herzen und ein sensibles Gespür für die Bewohner, das wünscht sich Peter Dürr. Janine, Angelika, Stefanie, Jennifer und Doreen haben in diesem halben Jahr viel für ihr Leben gelernt, sagen sie. Espelkamper Zeitung 13.06.02 |
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