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Gemeinsam schaffen wir etwasBirger-Forell-Realschule gestern offiziell eingeweiht/ Pädagogisches
Profil, das die Stadt braucht
VON
HANS KRACHT Espelkamp. Gutes Gelingen, Kreativität, Augenhöhe in der Bildung
und den Mut, neue Schritte zu gehen und bewährtes Pädagogisches zu
bewahren", das wünschte gestern Manfred Sorg, Präses der Evangelischen
Kirche von Westfalen, der Birger-Forell-Realschule. Die offizielle Einweihung
der Bildungseinrichtung bezeichnete Jutta Sählbrandt, Kirchenrätin der
Evangelischen Kirche von
Westfalen, als einen "großen Tag für Espelkamp", da seien sich alle
einig.
Was sich Schüler wünschen, machte Jutta Sählbrandt in der übervollen neuen Aula eingangs anhand eines Briefes von Schülern deutlich: einen "Lebensraum Schule zum Wohlfühlen". Noch seien baulich nicht alle Schritte getan, um das fast 14 Millionen Euro teure Großprojekt abschließen zu können, jetzt gehe es an die Sanierung des Altbaus. Doch "die Realschule ist auf einem guten Weg", stellte die Kirchenrätin fest, besonders was die kulturelle schulische Arbeit der letzten Monate anbelange. Jutta Sählbrandt erwähnte hier das Pilotprojekt "Diakonisches Lernen", den Kooperationsvertrag mit dem Wirtschaftsunternehmen Harting und schließlich auch das Torprojekt. Einen "besonderen Akzent" habe dieser kulturelle Aspekt im Bereich Musik, Theater, Kunst erfahren, das Musical "Roxy" und das Theaterstück "Romeo und Julia" waren "eine Herausforderung". Zudem seien von Schülern in Zusammenarbeit mit einem professionellen Künstler Passepartouts in den Fluren entstanden, und der Schulhof sei teils selbst von ihnen gestaltet worden. Wenn alle mitmachen, könnten Probleme gelöst werden, so die Kirchenrätin. "Gemeinsam schaffen wir etwas." Die Schule habe ihr äußerliches Bild erhalten, so Präses Sorg, und dieses werde "das innere Bild mitgestalten". Wenn auch das christliche Menschenbild oft im Gegensatz zu der Realität, den Medien und "digitalen Einsichten" stehe und die Einzigartigkeit des Einzelnen oft in Frage gestellt werde, bleibe es doch Auftrag der Schule, "Wissen zu vermitteln, damit Kinder in der Weisheit wachsen." Der christliche Bildungsauftrag gebiete es, die Entwicklung kritisch zu betrachten, so der Präses, ferner eine "Kultur der Barmherzigkeit zu fördern", denn: "die Gesichter Gottes sollen erhalten bleiben". Informationen in Wissen umzuwandeln, bleibe "wichtiger pädagogischer Auftrag", sagte Manfred Sorg.
Bürgermeister Heinrich Vieker bezeichnete die neue Schule als "wunderschön und zukunftsweisend. Sie setzt Maßstäbe für den Schulbau. Er sei selbst einmal Realschüler gewesen, als die Schule noch im Steilhof war, das seien "bescheidene Umstände gewesen. Entscheidend, so der Bürgermeister, ist das Schulklima, und das ist hier hervorragend. Die Birger-Forell-Realschule hat ein pädagogisches Profil, das unsere Stadt braucht, sagte Vieker. Integration bleibe nach wie vor eine zentrale Aufgabe, und da leiste die Schule einen wichtigen Beitrag. Sie sei keine Pflichtschule, sondern ein Angebot an alle; die Bildungschancen solle man nutzen. Der Bürgermeister wies abschließend noch darauf hin, dass die Realschule für einen fünfzügigen Betrieb gebaut wurde. Auch zukünftig, so Vieker, wird die Stadt der Schule ein verlässlicher Partner sein. Dass man sich in den neuen Räumen wohl fühlt, machte Schulleiterin Christiane Kreft deutlich. Sie erinnerte an die Zeit der langen Wege und beengten Räumlichkeiten während des Umbaus, dankte der Schwesterschule, dem Söderblom-Gymnasium, und allen Beteiligten, besonders auch dem ehemaligen verstorbenen Schulleiter Johannes Reill, wies auf die gelungenen Kunstprojekte der letzten Monate hin und warf einen Blick auf die nahe Zukunft. So werde noch eine große Bibliothek und Mediothek eingerichtet, teilte Christiane Kreft mit. Nach den Sommerferien hoffe man, die neue Sporthalle und die Außensportanlagen nutzen zu können. Zwei Informatikräume würden im renovierten Altbau noch eingerichtet.
Umrahmt wurde die Einweihungsfeier von gelungenen Darbietungen der Schüler. So zeigte die Theater-AG eine Szene aus "Romeo und Julia", ein Chor unter Leitung von Uwe Kröger sagte der alten Schule mit einem humorvollen Lied Lebe wohl und begrüßte mit einem zweiten das neu Geschaffene, die Schulband unter Leitung von Sabine Matthäus zeigte ein fast schon professionelles Können, und am Klavier überzeugten Theodor Franz und Rebecka Regehr mit Stücken von Beethoven und Chopin. |
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