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Festgemauert in der Wand: Präses Manfred Sorg(links) und Bürgermeister Heinrich Vieker legten gestern in einer Feierstunde den Grundstein für die Birger-Forell-Realschule. 

FOTO: KORNFELD

Ein Plädoyer für christliche Schulen

Feierstunde zur Grundsteinlegung in der neuen Realschule

Espelkamp (kor). Obwohl der Neubau der Birger-Forell-Realschule schon stattliche Ausmaße angenommen hat, wurde erst gestern offiziell der Grundstein gelegt. Wo in ein paar Monaten Schülerinnen und Schüler im Internetcafé das welt­weite Netz erkunden werden, lief am Vormittag das Pro­gramm der Feierstunde ab. Mit­wirkende waren auch die Schulband, die Bläsergruppe und Schülerinnender 6a und6b.

Christiane Kreft, stellvertreten­de Schulleiterin, begrüßte die zahlreichen Gäste und sagte, an dieser Stelle werde der Grund­stein zu Wissen und Leben ge­legt. Sie hoffe, „dass das Gebäude eine Stätte für die Schüler sein möge, in der sie die Qualifikatio­nen erlangen, die sie benötigen, um ihr Leben in eigener Verantwortung gestalten zu können." Aber nicht nur für die Heranwachsenden, sondern auch für die Lehrer wünschte sie sich eine Arbeitsstätte "an der sie unter gu­ten äußeren Bedingungen mit Freude ihre pädagogische Aufga­be wahrnehmen können, wo Le­ben und Lernen Spaß macht."

Manfred Sorg, Präses der ev. Kirche von Westfalen, betonte, dass die Schule als Teil des gesellschaftlichen Lebens auf aktuelle Fragen und Probleme reagieren müsse. Sie sei auch ein Ort der Hoffnungen und Träume. Dafür müsse sie inneren und äußeren Raum bieten. „Wir haben als Kir­che eine Geschichte an die Men­schen zu bringen", sagte der Theologe. „Wir haben zu versöh­nen, zu heilen, Wunden zu ver­binden und Gräben zu überbrü­cken. Und wir müssen die Frage nach Gott offen halten." Er hob die Verantwortung der Kirche für Bildung und Erzie­hung hervor, die sich nicht auf den Religionsunterricht be­schränke. „Schüler haben das Recht nicht nur Wissen zu erwer­ben, sondern auch religiöse Er­fahrungen sammeln zu können." Gerade das ermögliche eine Schule in christlicher Trägerschaft.

Bürgermeister Heinrich Vie­ker freute sich über den Baufort­schritt. „Teamwork zwischen Stadt und Kirche funktioniert in Espelkamp.“ Die neue Schule habe ihr ideelles Fundament im christlichen Glauben, das mate­rielle werde mit dem Grundstein symbolisch gelegt. Markant sei auch die Struktur des Gebäudes. „Die architektonische Bereiche­rung macht äußerlich sichtbar, was die Schule innerlich ist: ein Espelkamper Markenzeichen in der Schullandschaft.“

Land, Stadt und Kirche tragen jeweils ein Drittel der Gesamtkosten des Neubaus in Höhe von 27 Millionen Mark.

  Neue Westfälische vom 23.1.2001

 

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