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Sag
es mir,
und
ich werde es vergessen.
Zeige
es mir,
und
ich werde mich daran erinnern.
Beteilige
mich,
und ich werde es
verstehen.
Die Bedeutung außerschulischer
Lernorte für das Schulprogramm der Birger-Forell-Realschule
Das Suchen, Aufsuchen und Erkunden außerschulischer
Lernorte stellt einen pädagogisch anspruchsvollen
Weg dar, um Lebensräume bzw. lebensweltliche Realitäten zu erschließen,
indem Kinder (resp. Jugendliche) unmittelbares Erfahrungs- und Handlungslernen
entfalten können. Diese Art des Lernens, das sich durch Situationsnähe,
systematisches Forschen und Entdecken wie auch durch Umweltbezug auszeichnet,
versteht sich als ein aktives, eigentätiges Handeln in ganzheitlichen
Sinn - und Wirklichkeitszusammenhängen (...). (...) Durch die Ermöglichung
originaler Begegnungen kann eine echte Lernmotivation entstehen, weil die Chance
größer ist, dass außerschulische gegenüber schulischen Unterrichtsgegenständen
eine größere Attraktivität schon allein aufgrund ihrer Lebensnähe
aufweisen werden. (...)[1]
An der Birger-Forell-Realschule findet Lernen an außerschulischen
Lernorten in vielfältiger Weise statt, sei es
·
im Rahmen des Betriebspraktikums, bei dem die Schülerinnen und
Schüler die Berufs- und Arbeitswelt kennen lernen können,
·
im Rahmen vieler Exkursionen (z.B. Siemens-Nixdorf-Museum, Besuch
des Druckhauses einer Regionalzeitung, Betriebsbesichtigungen, Vorträge in der
Sparkasse, Besuch von Kunstausstellungen oder Musicals, Ausstellung
"Verbrechen der Wehrmacht", Bundeswehrstandort Minden etc.)
·
in der Form eines Schullandheimaufenthaltes auf der Insel
Wangerooge,
·
im Biologiezentrum Bustedt,
·
im Rahmen des Bauernhof-Projekts,
·
während der Studienfahrten,
·
im Rahmen des Sozialpraktikums auf dem Wittekindshofes oder
·
neuerdings im Rahmen eines schulbegleitenden sozialen Praktikums
in einer Einrichtung des Wittekindshofes (Benkhausen) und in den Altenheimen des
Ludwig-Steil-Hofes.
In Zukunft wird
unsere Schule Kooperationsverträge mit der Wirtschaft abschließen (z.B. Fm.
Harting), die ebenfalls die Möglichkeiten des Lernens erweitern werden.
Weiterhin
sollen die Kontakte zu regionalen sozialen und diakonischen Einrichtungen
vertieft und erweitert werden. Diakonisches Lernen als eine besondere Möglichkeit
der Profilierung gerade evangelischer Schulen soll größere Beachtung finden.
So wird die Möglichkeit eines schulbegleitenden diakonischen Praktikums in
einer Einrichtung des Wittekindshofes vor Ort (Benkhausen) bzw. des
Ludwig-Steil-Hofes (Altenbetreuung) projektiert. Im Rahmen der Initiative
Schule ohne Rassismus wäre eine Zusammenarbeit mit dem diakonischen Werk
in Lübbecke hinsichtlich der Betreuung von Asylbewerbern denkbar.
Wie nachhaltig
außerschulisches Lernen wirkt und welche Bereicherung des Schullebens dies
bewirkt, soll an verschiedenen Beispielen verdeutlich werden.
Ein ganz
besonders typisches Beispiel für die Nachhaltigkeit dieser Lernform stellt zunächst
das Sozialpraktikum auf dem Wittekindshof dar, das - genauer noch- als soziales
bzw. im kirchlichen Umfeld so genannten diakonisches Lernen[2]
bezeichnet werden kann. Diakonie ist ein elementares Anliegen von Kirche,
und die Schulen selbst sind ein diakonisches Anliegen. Was liegt also näher,
als mit den Schülern die reale Welt aufzusuchen und sie entsprechende
Erfahrungen machen zu lassen?
Bereits seit 1978 veranstaltet daher die
Birger-Forell-Realschule im Rahmen des Kurses Sozialwissenschaften in der
Jahrgangsstufe 10 regelmäßig im Herbst eines Jahres, meist in der Woche vor
den Herbstferien, das o.a. Sozialpraktikum. Es geht zurück auf die Initiative
des ersten Schulleiters der Schule, Herr Weinrich, der persönliche Kontakte zu
dem damaligen pädagogischen Leiter, Herr Brandt, unterhielt.
[1] Prof. Dr. Eiko Jürgens in:
Korrespondenzblatt evangelischer Schulen und Heime, Nr. 1/1997, S.25 ff.
[2]
Helmut Hanisch: Dimensionen diakonischen Lernens, in: Diakonie-Dokumentation
03/2000 Schule und Diakonie Orte des sozialen Lernens, hrsg. Vom
Diakonischen Werk der EKD, S. 11)
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