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Neue Schulleiterin: Pfarrer Volker Neuhoff (links), Lehrerin Bärbel Nagel (2. von links) und Landeskirchenrat Hanseckhard Lubrich wünschten Christiane Kreft viel Glück. FOTO:SPREEN-LEDEBUR Probleme
als Team lösen
Christiane
Kreft ist jetzt auch offiziell Leiterin der Birger-Forell-Realschule
VON
CARSTEN BIERMANN Espelkamp.
Der Schritt ist für Christiane Kreft nicht mehr groß. Schon seit mehreren
Monaten leitet sie kommissarisch die Birger-Forell-Realschule, seit gestern darf
sie sich auch offiziell Direktorin nennen. Landeskirchenrat Dr. Hanseckhard
Lubrich führte sie bei einem Gottesdienst in der Thomaskirche in das Amt ein. Sie
übernimmt damit die Nachfolge des erkrankten Johann Reil, der nicht an der
Feier teilnehmen konnte. Wir sind alle im Gedanken bei ihm und er auch
sicherlich bei uns, sagte Pfarrer Volker Neuhoff bei der Begrüßung. Seit
1989 unterrichtet Kreft Mathematik, Erdkunde und ev. Religion an der Espelkamper
Realschule, die von der Evangelischen Landeskirche geführt wird. 1996 wurde
die 39-Jährige zweite Konrektorin, drei später stellvertretende Schulleiterin.
Seit ihrer Geburt lebt sie in Kirchlengern. Kirchenrat
Lubrich betonte bei seiner Ansprache die Bedeutung der Schule als "Ort
des Lernens". Als Direktorin habe Kreft großen Einfluss, die Schule zu
prägen. "Mit Hilfe von Kollegen, Schülern und Eltern wird sie es gut
machen." Mit
dem Zusatz "So wahr mir Gott helfe" sagte Kreft "ja" zu
ihrem neuen Job und wurde von Lubrich gesegnet. Sie verglich ihre Schule mit
einem Schiff, das in ein Unwetter geraten ist. Die letzten Monate seien durch
die Ereignisse um 29 Schüler, denen der Schulvertrag gekündigt wurde,
turbulent gewesen. "Der Bildungsauftrag darf nicht auf der Strecke
bleiben, betonte die 39-Jährige. Dieser beinhalte neben der Vermittlung
von Wissen auch die "Toleranz gegenüber Andersdenken". Sie bat um
Vertrauen: Als Team können wir die Probleme am besten lösen." Der
Schulchor brachte ihr als Ständchen das Regenbogenlied. Einen Regenbogen aus
Holz schenkte ihr Superintendent Friedrich-Wilhelm Feldmann bei der anschließenden
Feierstunde im Schulforum, der ersten Veranstaltung im neuen Gebäude. "Er
soll ihnen Mut machen", sagte er. Bürgermeister
Heinrich Vieker wünschte Kreft ein glückliches Händchen und sagte ihr die
Unterstützung der Stadt zu. "Die Schulen in Espelkamp können sich sehen
lassen." Kirchenrätin
Jutta Sählbrandt nannte "Bildung und Erziehung" als wichtigste Aufgaben
einer Schule. Nach welchen Idealen Schülern erzogen werden sollten, werde
aber immer unklarer. "Indem Jugendliche von Vorbildern lernen, können sie
zu starken Persönlichkeiten werden", resümierte Sählbrandt. Und gerade
Lehrer sollten diese Vorbildfunktion übernehmen. Die Kirchenrätin zeigte sich zuversichtlich, dass Kreft die Richtige ist und berief sich auf das Vorstellungsgespräch. Damals antworte ihr Kreft auf die Frage, warum sie Direktorin werden wolle: Weil ich weiß, worauf ich mich einlasse." Ständchen: Der Schulchor sang das Regenbogenlied. FOTO: BIERMANN Neue Westfälische vom 5. 12. 2001 |
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