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In der besonderen Form der
internationalen Begegnung dienen Studienfahrten der Völkerverständigung und
dem Frieden sowie der Einübung von Toleranz. In diesem Zusammenhang sind vor
allem der Schüleraustausch mit Nagykörös (Ungarn) und Borås (Schweden) erwähnenswert.
(Schlick) Schüleraustausch Espelkamp Ungarn (Nagykörös)
Im April 1997 waren ungarische Lehrerinnen und Lehrer sowie ungarische Schülerinnen und Schüler bei uns zu Gast. Bei beiden Besuchen gab es zahlreiche gemeinsame Aktivitäten, die wochenlang vorher bereits angekündigt, und über die hinterher (in der Lehrerkonferenz und mittels einer Ausstellung im Schulflur durch zahlreiche Fotos, Berichte etc.) ausgiebig berichtet wurde. Im Sommer 1997 wurden Familien unserer Schule dazu eingeladen, gemeinsam mit Schülern und Lehrern die Sommerferien am Balaton in einem Camp zu verbringen, was von insgesamt 24 Personen mit viel Freude wahrgenommen wurde. Der zweite Ungarnbesuch unserer Schule in Nagykörös fand vom 21.4. bis 30.4.1998 statt. Ein Schüleraustausch betrifft den Bereich des "interkulturellen Lernens". Interkulturelles Lernen wird in den Richtlinien als "selbständige Aufgabe von Schule" [1] gesehen. Schülerinnen und Schüler leben heute in einer multikulturellen Gesellschaft. Sie sollen lernen, andere Kulturen kennenzulernen und anzunehmen. Dazu kann ein Schüleraustausch in besonderem Maße dienen: "In einer Zeit, in der in Europa Grenzen verschwinden und in der immer häufiger eine Weltinnenpolitik und eine in Frieden lebende Weltgemeinschaft gefordert wird, müssen unserer Schulen zu Weltoffenheit und Solidarität mit der gesamten Menschheit erziehen.[2] In den Richtlinien für Schulwanderungen und Schulfahrten in Nordrhein-Westfalen werden internationale Fahrten als Schulfahrten vorgeschlagen: Internationale Begegnungen haben den Zweck, persönliche Verbindungen zwischen deutschen und ausländischen Schulen oder Schülergruppen zu schaffen und zu pflegen. Sie sollen das Verständnis für die Eigenart des Partners in der Jugend wecken und dadurch zur Verständigung der Völker beitragen.[3]
Die Schülerinnen und Schüler werden dabei in Gastfamilien untergebracht. Innerhalb der Familie sind die Kinder an den privaten Aktivitäten beteiligt, es gibt aber ebenso viele gemeinsame Unternehmungen (Discoabend, Sportnachmittag mit Basketball und Fußballspielen, gemeinsamer Besuch von ungarischen/bzw. deutschen Städten und Sehenswürdigkeiten). Voneinander lernen können die deutschen und ungarischen Kinder auch im gemeinsamen Unterricht an den an den Schulen in Nagykörös, bzw. Espelkamp. So können sie voneinander lernen: die ungarischen Kinder lernen, ihre deutschen Sprachkenntnisse (viele von ihnen haben das Fach Deutsch in der Schule) einzusetzen und auszubauen; die deutschen Kinder lernen einige ungarische Sätze und Redewendungen und können sich ansonsten auch mittels der englischen Sprache mit den ungarischen Schülerinnen und Schülern verständigen. Die Schülerinnen und Schüler, die an diesem Austausch teilnehmen, können für sich die Erkenntnis gewinnen, dass Gemeinschaft und Verständnis füreinander nicht unbedingt von einer gemeinsamen Sprache abhängig sind. Wo hier in Ungarn oder
Deutschland die gemeinsame Sprache aufhörte, begannen Gestik und Mimik und
die "Sprache des Herzens" zu sprechen. Sabine Matthäus Ein weiterer Schüleraustausch
ist inzwischen Tradition: Partnerschaft
mit Schweden
In Schweden sind unserer Schüler meistens für 4 Nächte
in Gastfamilien untergebracht, einmal gibt es eine gemeinsame Übernachtung
mit den schwedischen Schülern in Stockholm und 2 weitere Übernachtungen finden
in einem Selbstverpflegerheim an einem See in der Nähe von Borås statt. Unsere schwedischen Gäste kommen zusammen mit Schülern
des dortigen Bäcking-Gymnasiums, die ihrerseits Gäste des Söderblom-Gymnasiums
sind, nach Espelkamp. Auch
wir verfahren in der gleichen Weise, da so Kosten gespart werden können, d.h.
wir werden von etwa 35 Schülerinnen und Schülern des Söderblom begleitet. Im Laufe
der Jahre haben sich auch zwischen den Lehrern sehr intensive und nette
Freundschaften entwickelt, so waren die schwedischen Lehrer schon dreimal auch
privat in Deutschland zu Besuch und auch die Familie Brüggemann hat im Sommer
1997 eine dreiwöchige Wohnmobilreise nach Schweden unternommen, um alle
Bekannten dort zu besuchen. Darüber hinaus besteht ein enger und regelmäßiger
Kontakt durch Briefe, E-Mails oder Telefon. Programmpunkte in Schweden sind
u. a.:
Programmpunkte in Espelkamp sind
u.a.:
Brüggemann/Schlick [1] Vgl. Richtlinien NRW, (Ev. Religionslehre) Düsseldorf, 1994, S. 169 [2]
Richtlinien NRW, (Ev. Religionslehre) Düsseldorf, 1994, S. 169 [3] S. Schulwanderungen und Schulfahrten in NRW, Köln 1988, S.23 |
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