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Studienfahrten An unserer Schule finden
die unterschiedlichsten Studienfahrten statt. Sie können verschiedenen
Zielsetzungen dienen. Immer findet jedoch ein Lernprozess statt, der im Rahmen
der beschränkten Möglichkeiten der Schule so nicht denkbar wäre. Städte und
Auslandsfahrten sind Anschauungsunterricht für die Fächer Erdkunde,
Geschichte, Politik, Kunst. So erschließen sich die jeweiligen Inhalte den Schülern
fast unbemerkt, sei es, dass in Amsterdam das Anne Frank Haus besucht wird, in
Florenz die Uffizien, in Berlin der Reichstag, das Konzentrationslager in Dachau
oder was auch immer. Erlebnispädagogische
Fahrten
Das Segeln ist gleichzeitig ein emotionales, soziales, psychomotorisches, sinnliches und kognitives Erleben und kontrastiert stark mit dem Alltagsleben der Schülerinnen und Schüler, das bei vielen gekennzeichnet ist durch eine städtische, erlebnisarme Umwelt, Reizüberflutung mit Medien und häufig frühem Gebrauch von legalen wie illegalen Drogen. Der Mangel an Entdeckungs- und Erlebnismöglichkeiten unterfordert die Schülerpersönlichkeit, wie gleichzeitig der Umgang mit der eigenen Zukunftsperspektive häufig überfordert.[1] Fernsehen, Video, Walkman, Disco, Flipper, Computerspiel erziehen eher den rezeptiv lebenden Jugendlichen, der jedoch gleichzeitig Phantasie, Lernbereitschaft, Beweglichkeit, Entdeckungsfreude entwickeln muss, wenn es um Schulabschluss, Suche nach Ausbildungsplatz, Arbeit und Wohnung geht. Dieser tiefe Gegensatz führt häufig zu psychischen Krisen, die "auffällig" werden vor allem bei sozial indizierter Erlebnisfreude: Drogen, Kriminalität und Gewalt.
Bevor die Schülerinnen und Schüler an Bord gehen, können falls die Zeit es zulässt- bereits erste Aktivitäten erfolgen und wirtschaftliche, soziale und kulturhistorische Kenntnisse bei einer Führung durch Kampen erworben werden (Stadtbild, Funde, Dokumente, Kunst). Nach der Besichtigung der Hafenanlagen folgt das Einschiffen und die Begrüßung durch den Skipper. Die folgenden Tage werden geprägt durch zahlreiche Aktivitäten, die auf Segeln, Schiffsführung und Reiseroute bezogen sind, z.B.: Törnplanung, Wach- und Diensteinteilung, Segel
setzen, streichen und auftuchen, Bedienung von Schoten, Taljen und Winschen,
evtl. Navigations-, Kurs- und Standortbestimmungen, Knotenkunde
Spiele an Bord und nicht zu vergessen - die Arbeit in der Kombüse.
(Mangels Absprache feierten wir z. b. wahre Kartoffelbreiorgien an Bord!) Erlebnispädagogische Maßnahmen
wie diese Segeltörns fördern die Kompetenzen, die nötig sind, um eigene
Zukunftsperspektiven zu entwickeln, um sich später zurechtzufinden am
Ausbildungs- und Arbeitsplatz.
Besonders aufregend wird es, wenn das Wetter nicht mitspielt, Windstärke 6 herrscht und die Gläser und Tassen von den Tischen rutschen, wenn niemand mehr einen trockenen Faden am Leibe trägt und die Seekrankheit um sich greift. Wenn Waschbecken mit dem Mageninhalt von Schülern verstopft sind und anfangen überzulaufen und man sich blaue Flecke holt, weil man das Gleichgewicht nicht halten kann, und wenn der Lehrer innerlich schwört, dass er nie, aber nie mehr eine solche Fahrt unternehmen wird, wo er doch ruhig in südlichen Gefilden die Sonne genießen könnte.
[1] Aus einer Broschüre der Hanzestad Compagnie |
NEU: Basketball-Kreismeisterschaften 2007 Studienfahrten: Segeltörn
auf dem Jisselmeer. mehr...
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