|










| |
Der
bedeutende Soziologe Theodor W. Adorno nennt als wichtigste Aufgabe aller
Erziehung, "dass Auschwitz nie wieder sei" (vgl. Richtlinien und
Lehrpläne Ev. Religionslehre S. 42). Das Vorhaben des Wahlpflichtfachs
"Spuren jüdischen Lebens im Kreis", das für die SchülerInnen der
10. Klassen angeboten wird, ist es, einen bescheidenen Beitrag zur Erreichung
des von Adorno formulierten Lernziels beizutragen. Neben einem ausführlichen
theoretischen Teil (Grundlagen der jüdischen Geschichte und Religion,
Verwurzelung des christl. Glaubens im jüdischen) gehören folgende
Veranstaltungen und Aktivitäten zum Grundprogramm des Wahlpflichtfachs:
·
Besuch
der 5 jüdischen Friedhöfe im Altkreis (z.T. mit Führung)
·
Besuch der Gedenksteine für die beiden ehemaligen Synagogen im
Altkreis (Lübbecke und Rahden) Besuch der Synagoge in Minden (nach Möglichkeit
Teilnahme an einem Gottesdienst)
·
Rundgang zu den jüdischen Stätten in Minden
·
Fahrt zur Gedenkstätte Bergen-Belsen
·
Teilnahme an einer Veranstaltung zum Jahrestag der Reichspogromnacht
1938 -Gestaltung des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar
·
Teilnahme an Veranstaltungen (z.B. Salomon Perel erzählt aus
seinem Leben) und Besichtigung von Ausstellungen (z.B. "Die Verbrechen
der Wehrmacht", "Jüdisches Leben in Westfalen", "50 Jahre
Israel"), die zum Thema gehören, aber nicht turnusmäßig stattfinden.
nach oben
Siegfried
Kreft
Unter
Berücksichtigung der neuen Richtlinien und Lehrpläne, die ganzheitliches
Lernen fordern, haben die Fachkonferenzen Erdkunde und Biologie beschlossen, in
der Jahrgangsstufe 6 das fächerübergreifende Projekt Erkundung eines
Bauernhofs durchzuführen. Damit wird im Fach Biologie der Themenkreis 2 des
Lehrplans Menschen halten Tiere und sind für sie verantwortlich
abgedeckt. Im Fach Erdkunde ist das Projekt in das Themenfeld 4
Landwirtschaft des Lehrplans integriert und erfüllt darüber hinaus die
Anforderungen dieses Faches, innerhalb einer Jahrgangsstufe Unterricht außerhalb
des Klassenzimmers stattfinden zu lassen. Das Projekt wird im 2. Halbjahr der
Jahrgangsstufe 6 durchgeführt. Inhaltliche Schwerpunkte werden dahingehend
gesetzt, dass den Schülerinnen und Schülern u.a. die Besonderheiten des
Betriebes Flömer in Gestringen, der besichtigt wird, vertraut wird. Zur
Vorbereitung gehört auch jeweils die Erstellung eines Fragebogens. Die
eigentliche Erkundung erfolgt in Absprache mit dem Betriebsinhaber an einem
Vormittag vor den Osterferien.
nach oben
Die bisher mehr oder weniger ausführlich
beschriebenen außerschulischen Aktivitäten sind noch lange nicht erschöpfend
behandelt. Wie bereits zu Anfang erwähnt, finden unzählige derartige Maßnahmen
statt. Im Lehrerzimmer unserer Schule liegt ein Ordner aus, in den sich jeder
Lehrer/jede Lehrerin eintragen muss, wenn er/sie die Schule für einen
Unterrichtsgang verlässt. Es ist erstaunlich, wie häufig das in einem
Schuljahr passiert. Ob es ein Besuch des Rathauses oder eine Sitzung des
Stadtrates ist, ob es um die Überprüfung der Wasserqualität im Wasserwerk
oder eine Waldbegehung mit Tierbeobachtungen oder etwa die Wochenendfahrt des
Französischkurses nach Paris geht, die hier noch gar nicht erwähnt wurde, ob
der Posaunenchor in Benkhausen aufspielt oder ob eine Moschee besucht wird:
Immer sind Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer vor Ort um zu
lernen.
Viele dieser Maßnahmen sind
nicht unbedingt ein fester Bestandteil unseres Schulprogramms, aber immer
wieder finden es Lehrerinnen und Lehrer wichtig vor Ort zu sein. Alles in allem
kann man sagen, dass unsere Schule nicht realitätsfern unterrichtet, wie es
Schule allgemein häufig vorgeworfen wird, sondern im steten Austausch mit den
gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen sowie sozio-kulturellen
Realitäten steht.
Leider wird dies nicht von allen
Eltern unterstützt. Bestimmte fundamentalistisch-mennonitische Kreise
torpedieren diese und andere Aktivitäten und damit die Unterrichtsinhalte oder
zumindest die Unterrichtsmethode, indem sie sich verweigern. Dies betrifft in
erster Linie mehrtägige Fahrten, die Übernachtungen erforderlich machen und
bei denen sie einfach nicht mitmachen. In der Vergangenheit hat dies immer
wieder zu organisatorischen und finanziellen Problemen geführt, so dass solche
Fahrten auch schon abgesagt werden mussten. Der Schulträger hat aus diesem
Grund einen Schulvertrag aufgesetzt, den die Eltern bei der Einschulung
unterschreiben müssen und in dem sie sich verpflichten, ihre Kinder teilnehmen
zu lassen. Dieser Vertrag wurde jedoch von der Seite der Eltern nicht
eingehalten, weshalb der Schulträger unlängst die härteste Maßnahme ergriff,
den Verweis von 29 Schülerinnen und Schülern von der Schule.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Eltern langfristig ein Einsehen
haben und der Geist einer aufgeklärten Religiosität in diesen Gemeinden Einzug
hält. Schlick
nach
oben | |
NEU:
"Tag der offenen Tür"
Basketball-Kreismeisterschaften 2007
Anmeldetermine
Matheolympiade
Studienfahrten:
Prag 2007
Segeltörn
auf dem Jisselmeer. mehr...
Archiv:
Projekt 2007
"
Abschluss 2007"
Sally Perel an der BFR
Fotoalbum "Mopsmalheur"
Theaterfrühling 2007 an der Birger-Forell-Realschule
Vorlesewettbewerb
Erfolge bei der Matheolympiade
Neues Musical an der BFR:
Doch Häwelmann kriegt nie genug
Abschluss der
Jahrgangsstufe 10 2006 (Foto und Namen)
Theater an der
BFR:
Die Kusskrise am 30.03.06 in der Aula der BFR!
Theater an der BFR:
MOMO am 2.3. und 3.3.06 in der Aula der BFR!
Tag der Offenen Tür
am 21. 1. 2006
Neue Bläserklasse an der BFR
Abschluss 2005
Besuch der Bundeswehr
Projekt Zeitreise
Aktuell: Projekttage an der BFR
Fotoalbum "Männersache"
Schülerzeitung BFReloaded
Lese- und Rechtschreibschwäche
Schülerinnen und Schüler unterstützen Flutopfer
in Sri Lanka
Zum Archiv
|